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Während meiner Ausbildung zum systemischen Coach habe ich eine Arbeit verfasst zum Thema:

Systemisches Coaching für Führungskräfte im Kulturmanagement

Es werden im Wesentlichen zwei Kernfragen thematisiert:

  • Sind für Führungskräfte im Kulturmanagement spezifische Formen des systemischen Coachings erforderlich, welche zusätzlich Elemente aus den Bereichen Beratung implizieren?
  • Welche Erwartungen stellen die Führungskräfte im Kulturmanagement an ein Systemisches Coaching bzw. für welche Themenbereiche wird es genützt?

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ebook Karin M. Wally: systemisches Coaching für Führungskräfte im Kulturmanagement
Auszug aus meinem E-book

4. Resumée

Nach Auswertung der Umfragedaten und Durchführung der Mini-Coaching-Prozesse komme ich entgegen der Meinung des Institutes für Kulturkonzepte zur Auffassung, dass kein spezifisches Coaching, welches Elemente der Beratung und Training impliziert, für Führungskräfte im Kulturmanagement erforderlich ist.

Selbst die Argumentation, dass Führungskräfte ohne betriebswirtschaftlichen Background automatisch mehr Beratungsanteile fordern würden, konnte ich im Rahmen meiner MCP nicht bestätigen.

Ich bin davon überzeugt, dass durch strenge Prozessführung der Kunde wertvolle Handlungs- und Lösungsmöglichkeiten erarbeiten kann. Die Reduktion der Komplexität mittels verschiedener Interventionsformen erlaubt es, neue Perspektiven in Betracht zu ziehen, aber auch andere Ziel- und Handlungsräume wahrzunehmen.

Es liegt an der Erfahrung und Methodenkompetenz des Systemischen Coachs, seinen Kunden auf neuen Wegen zu begleiten bzw. in eine lösungs- und handlungsorientierte Richtung zu führen.

Klare Aufträge zu Beginn der jeweiligen Stunde und strukturiertes Arbeiten geben auch dem Kunden letztendlich die Sicherheit, dass professionell gearbeitet wird. Das prozessorientierte Begleiten des Kunden ermöglicht ein ziel- und ergebnisorientiertes Arbeiten. Ein hoher Identifikationsgrad des Kunden mit der systemisch erarbeiteten Lösung ist eine optimale Voraussetzung, um Maßnahmen bzw. Strategien im Organisationskontext mit hoher Effizienz und Zeitersparnis umzusetzen.

Die Themenbereiche für den Einsatz des Systemischen Coachings ergeben sowohl in der Umfrage als auch im MCP ein ähnliches Bild:

  • Konfliktlösung
  • Optimierung von Mitarbeiterführung
  • Erarbeitung neuer Strategien und Visionen

Auffallend war jedoch der mangelnde Informationsstand der Führungskräfte bezüglich Systemischen Coachings. Es ist in diesem Bereich noch sehr viel Aufklärungsarbeit notwendig, damit eine erfolgreiche Abgrenzung zu anderen Beratungsformen erreicht werden kann.

Darüber hinaus wird von den Führungskräften bis dato nur in einem eher geringen Ausmaß wahrgenommen, dass diese Form des Coachings auch sehr erfolgreich im Organisationskontext eingesetzt werden kann.

Zuletzt ist noch das Thema Budgetbereitstellung für Coaching-Prozesse anzusprechen. Es  hat den Anschein, dass diese Form der Personalunterstützung im Kulturbereich doch eher als exklusive Maßnahme für den Einzelnen gesehen wird. Es wäre wünschenswert, dass dieses Instrument vermehrt zum Einsatz kommt, da Ansprüche und Erwartungen an Führungskräfte in diesem Bereich zunehmend steigen werden sowie der erlebte Komplexitätsgrad kontinuierlich höher wird.


„Willst du erkennen, so lerne zu handeln.“

(Heinz von Foerster)